so meldet das Presseportal des Erwerbslosenforums Deutschland (PR-Sozial) die Pläne der Bundesagentur für Arbeit zur effizienteren Ver- und Bearbeitung der Postsendungen an die Agentur.
Es ist schon interessant, dass gerade im Bereich der Erwerbslosen und Sozialleistungsbezieher generell, immer wieder Versuche dieser Art gestartet werden. Warum eigentlich? Haben die ersten Tests, bereits mit der Einführung der Hartz IV-Gesetzgebung, gezeigt, dass die Menschen die eh schon am Boden angekommen sind, für die es meist nicht sehr viel weiter runter gehen kann, kaum bis gar keinen Widerstand leisten oder leisten können? Nun, mit realistischem Blick in die vergangenen fünf Jahre ist tatsächlich kein wirklich großer und nachhaltiger Widerstand entstanden gegen die immer wieder gestarteten Versuche der Regierung, die Rechte der Bürger aus dieser Gesellschaftsschicht immer weiter zu beschneiden.
Gelungen ist es bei den unter 25Jährigen. Sie dürfen nur noch in besonderen Ausnahmefällen einen eigenen Hausstand gründen. Wer länger schon erwerbslos ist, sieht sich auch mit einer unangmeldeten “Hausdurchsuchung” konfrontiert. Irgendwann stehen unangemeldet irgendwelche “Sozialermittler” vor der Tür und wollen die Wohnung in Augenschein nehmen. Mit der Eingliederungsvereinbarung sollte ein Instrument geschaffen werden, und wurde es dann ja auch, das es dem Erwerbslosen erschweren sollte, sich von seinem Aufenthaltsort zu entfernen. Im Rahmen der allgemeinen Mitwirkungspflicht im SGB sahen sich ARGEn und Job-Center dazu berufen, immer wieder bei den Antragstellern oder Hilfebeziehern Unterlagen anzufordern, die entweder gar nicht verlangt werden durften oder deren Vorlage zumindest sehr fragwürdig ist, bezogen auf den Datenschutz.
Nun möchte die Politik und Arbeitsverwaltung ein Highlight einführen. Die Deutsche Post AG soll also ermächtigt werden, die Postsendungen an die verschiedenen Behörden die der Bundesagentur für Arbeit untergeordnet oder mit ihr irgendwie verbunden sind, zu öffnen und direkt einzuscannen. Meiner Ansicht nach verstößt dies gegen das Post- und Sozialgeheimnis. Damit wird, so meine ich, die Wahrscheinlichkeit von Datendiebstählen, – verlusten und ähnlichem vergrößert. Deshalb sollten wir, wo es geht gegen die Einführung dieser Möglichkeiten protestieren. Starten soll dieses Vorhaben wahrscheinlich im September diesen Jahres.
Hier ein Bericht dazu
Hier ein Muster-Widerspruch für Betroffene
(Das zip-Paket enthält eine doc-Datei und eine rtf-Datei)
Ich habe ein bisschen Protestmaterial zusammengestellt, das Sie unter folgendem Link downloaden können. In dem Paket sind zwei Motive enthalten in großer Auflösung und als kleinere Auflösung (z. B. zum Aufdrucken auf Briefumschläge). Es ist eine zip-Datei.
Nachfolgend noch die Motive:
















