Prof. Heinsohn wegen Volksverhetzung angezeigt (Update 6)
Geschrieben von: Administrator
Montag, den 05. April 2010 um 00:00 Uhr
Ob es am aufziehenden Frühling liegt, daß sich mehr und mehr die wirtschaftsfaschistischen (neoliberalen) und sozialdarwinistischen Personen und Gruppierungen aus ihren Löchern wagen und ihr ätzendes Gift gegen Arme Menschen in diesem Land versprühen? Oder ist es deren Angst, daß zur Versorgung der Bedürftigen ihr mühsam aufgehäufter Notgroschen angegriffen werden könnte? Es kann ja nicht zumutbar sein, daß Bestverdienende und Reiche zur sozialen Verantwortung im Sinne des Grundgesetzes gezwungen werden, oder?
Ob Sarazin oder Westerwelle, der SPD Sozialbarbar und der FDP Sozialpöbler, man ist derartiges von ihnen ja schon gewohnt. Vermehrt wagen sich aber auch Pseudowissenschaftler aus ihren Behausungen im elitären Elfenbeinturm der abgehobenen Forschung und meinen derartige Verfassungsfeindlichkeiten noch durch übelstes Geschwätz rechtfertigen zu müssen.
Den momentanen Höhepunkt stellt wohl die Meinung des Herrn Professor Dr. Dr. Heinsohn dar, der schon in der Vergangenheit mit sozialdarwinistischen Äußerungen aufgefallen ist, aber auch ansonsten im Kreise der Wissenschaft nicht gerade zu den geschätztesten Mitgliedern zählt. In dem Zusammenhang verweisen wir auf den Link zum Wikipedia Eintrag zu Prof. Heinsohn im Anhang.
Besonders erschreckend ist, daß derartigen Menschen, die wie vergessene Relikte aus Deutschlands brauner Vergangenheit wirken, erlaubt wird wissenschaftlichen Nachwuchs an einer Universität auszubilden. Noch erschreckender aber, daß Zeitungen, wie die FAZ ihnen eine Plattform bieten, um Gründe für eine neue "Sozialrassenlehre" über eine Gruppe von verfassungsfeindlichen Hohlköpfen auszugießen, die damit die argumentative Leere in ihren Hirnen füllen.
Sie schüren Hass auf die Armen, sie schüren Hass gegen Ausländer, sie schüren Hass gegen jede Bevölkerungsgruppe, die in der aktuellen Krise als Fußabtreter für die Wut der Massen taugt. Sie lenken ab von den wirklichen Verursachern, jenen Herrn des Hochfinanz, denen sie jederzeit und jedenorts die Füße küssen würden.
Es wird Zeit den Volksverhetzern entschieden entgegen zu treten. Wir hatten in diesem Land schon genug an faschistischen Grausamkeiten. Es darf nicht wieder geschwiegen werden.
Daher hat infopartner.net gegen Herrn Prof. Dr. Dr. Heinsohn, als auch gegen die FAZ Anzeige wegen Volksverhetzung erstattet. Sie können die Anzeigen unterstützen. Dazu finden sie im Anhang ein PDF File. Drucken Sie es sich aus und tragen Sie dann ihre Tagen und eventuelle Ergänzungen ein. Senden Sie es dann an die angegebene Adresse ab. Sie können noch mehr tun. Informieren Sie Bekannte, Freunde und Verwandte über die Vorkommnisse. Gebe Sie ihnen das PDF weiter. Darüber Hinaus können Sie auch direkt an den Arbeitgeber von Herrn Prof. Heinsohn, die Universität Bremen schreiben und Ihrem Mißmut Ausdruck verleihen. Wir bitten aber ausdrücklich darum von Beschimpfungen etc. abzusehen und sachlich zu bleiben. Korrektur: Wie es aussieht ist Dr. Dr. Heinsohn inzwischen in Pension und äußert seine Ekelhaftigkeiten als Privatperson. Allerdings sollte man ihn dann öffentlich auch nicht mehr als Professor bezeichnen, denn das ist eine Bezeichnung für einen aktiven Hochschullehrer bzw. nur noch als emeritierter Professor.
Update 2: Inzwischen gibt es weitere Anzeigen gegen Prof. Dr. Heinsohn. Etliche unserer Leser unterstützen direkt unsere Anzeige. Darüberhinaus gibt es u.a. eine Anzeige der Bundesarbeitsgemeinschaft Hartz IV der Linken und es wurde eine Anzeige der Bremer Montagsdemo angekündigt.
Update 3: In einem Kommentar machte ein Leser von ad siinistram (link unten) auf folgendes aufmerksam:
Zitat aus „Lebenskunde“ von Ernst Kruse und Paul Wiedow (Ausgabe 1942):
Auf Seite 101 des im nationalsozialistischen Schulunterricht eingesetzten Buches glich die „gesunde Pyramide“ von 1910 infolge des Geburtenrückgangs 1930 einem Weihnachtsbaum – „Das Volk ist überaltert“ – und sollte 1960 gar zur Urne werden: „Das Volk stirbt!“ 1995 würde Deutschland nur noch 28 Millionen Einwohner haben...
Zum Glück konnte der Führer das verhindern, wie wir alle wissen: „Im Sinne einer natürlichen Auslese ist es also notwendig, dass die Kinderzahl mindestens 4 beträgt und dass in den begabten Schichten des Volkes die Zahl größer ist als in den weniger begabten“ (Seite 105).
Dazu auch folgendes zeitgenössische Bild.
Damit wird klar, warum uns die Aussagen des Herrn Professor Heinsohn so extrem an nationalsozialistisches Gedanken- und Argumentationsgut erinnert. Kommt das auch Ihnen so erschreckend bekannt vor? *)1
Update 4: "... Auf SZ-Nachfrage erläuterte Heinsohn, dass ein kleiner Prozentsatz der Familien auch weiterhin auf längere Hilfe angewiesen sein werde; für sie müsse es dann öffentliche Arbeit oder „beschützende Werkstätten“ geben. Die anderen aber müssten sich über Ersparnisse und Verwandtenhilfe finanzieren, so wie es in drei Vierteln aller Nationen üblich sei.
Nach Ansicht Heinsohns sind Gesellschaften mit besonders vielen jungen Männern weltweit die Hauptursache für Kriege, Terrorismus und Massenkriminalität. Damit zielt er vor allem auf muslimisch geprägte Länder. Die rechtsextreme DVU zitierte ihn bereits als Kronzeugen für ihre ausländerfeindlichen Positionen.Bereits 2007 hatte der Bremer für Schlagzeilen gesorgt, weil er wiederholt in der Rechtsextremisten nahestehenden „Jungen Freiheit“ publiziert hatte. ..."
"... Fazit: Innerhalb der eh schon viel zu niedrigen Reproduktionsquote vermehrt sich „die vom Sozialstaat unterstützte Unterschicht“ überproportional. Dies stelle „eine Bedrohung für die Wirtschaft, für den Sozialstaat, das Gemeinwesen insgesamt“ dar, so „dass es unter den Demographen kaum einen gibt, der dem Land noch Hoffnung macht“.
Um diese angebliche Bedrohung für unser Land abzuwehren und die Zunahme des sozial unerwünschten Nachwuchs abzubremsen, plädiert Heinsohn dafür, hierzulande die repressive Sozialpolitik Bill Clintons zu kopieren und die Sozialunterstützung (also Hartz IV) nur noch für fünf Jahre zu zahlen. Ob die davon betroffenen Eltern und Kinder danach verhungern, obdachlos werden oder in die Armutskriminalität abrutschen, erörtert er nicht weiter. ..."
"... Auf vielfache - auch durch Anzeigen untermauerte - Bitten möchte der Autor noch einmal seine HARTZ-IV Garantie öffentlich bekunden.
Seit mehr als einem halben Jahrzehnt schlägt er vor, die deutsche Sozialpolitik wenigstens für die wirklich Hilflosen dadurch nachhaltig bezahlbar zu machen, dass man sie auf das zum 1. Januar 1997 von Bill Clinton in Amerika geschaffene Konzept umstellt (Artikel dazu in Kursbuch, Die Welt, Der Monat, Achgut, Tagesspiegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung etc.). Jedem US-Bürger wird für Notlagen ein Fünfjahresblock aus Steuergeldern eingeräumt. In Kenntnis dieser Frist - also des Wegfalls lebenslanger Versorgung - kann er mit dem Konto ökonomisch umgehen. Er kann selbst entscheiden, ob nicht doch erst Ersparnisse oder gegenseitige Verwandtenhilfe zum Zuge kommen sollten, bevor er das Geld der Mitbürger abruft.
Sollte - wofür wenig spricht - eine solche Reform auch in Deutschland bedacht oder gar umgesetzt werden, hätten selbstverständlich die bisher auf Dauer in HARTZ IV eingerichteten Bürger ein Recht auf Besitzstandswahrung. Etliche Millionen, die vor einem neuen Gesetz ihre Zukunft im Vertrauen auf Lebenszeit-HARTZ IV geplant haben, würden selbstverständlich bis ans Ende ihrer Tage, also noch über viele Jahrzehnte hinweg einen Anspruch auf menschenwürdige Bezahlung haben. Wie bei jeder Gesetzesänderung würde die neue Regelung erst nach einem Stichtag gelten. Niemand würde plötzlich nach fünf Jahren auf eigene Füße gestellt, der sich noch auf das alte Gesetz eingestellt hat. ..."
*)1 Zugegeben im Originalbild wurden Begriffe verändert, 'höherwertig' und 'minderwertig' getauscht gegen 'Leistungsträger' und 'Sozialschmarotzer'. Aber wäre Ihnen das aufgefallen?
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 03. Mai 2010 um 02:45 Uhr
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