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Kraft-Initiative: Gemeinnützige Arbeit zum Nulltarif darf es nicht geben PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Andreas Klamm Sabaot, Journalist   
Dienstag, den 09. März 2010 um 04:40 Uhr

Berlin, 08.03.2010. (red / and. ) Die Wunsch-Vor­stel­lungen der SPD-Vor­sit­zenden Han­ne­lore Kraft, wo­nach Hartz 4 So­zi­al­leis­tungs-Emp­fänger künftig ge­mein­nüt­zige Ar­beit zum Null­tarif leisten sollen, findet wenig Be­geis­te­rung bei den Ge­werk­schaften, Ar­beit­nehmer-Ver­tre­tungen und Er­werbs­losen-Ini­tia­tiven. Die Ver­einte Dienst­leis­tungs­ge­werk­schaft (ver.di) wendet sich gegen die Vor­schläge der stell­ver­tre­tenden SPD-Vor­sit­zenden Han­ne­lore Kraft zur Schaf­fung ge­mein­nüt­ziger Jobs für Hartz-IV-Emp­fänger/innen, teilte die Ge­werk­schaft ver.di mit.

Kraft werte mit ihren Vor­schlägen hoch­qua­li­fi­zierte Tä­tig­keiten im so­zialen Be­reich ab und un­ter­schätze Ver­drän­gungs- und Dum­ping­ef­fekte zu­lasten re­gu­lärer Be­schäf­ti­gung durch niedrig oder gar nicht ent­lohnte Ar­beits­kräfte. “Wer an die Stelle ak­tiver Ar­beits­markt­po­litik einen Ar­beits­zwang zum Null­tarif setzen will, ka­pi­tu­liert auf der ganzen Linie”, be­tonte ver.di-Bun­des­vor­stands­mit­glied Elke Han­nack.

Schon jetzt er­hielten Er­werbs­lose, die keine An­sprüche aus der Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung haben, kaum Chancen auf eine be­darf­s­ori­en­tierte För­de­rung. Statt­dessen würden sie in sinn­lose Maß­nahmen ge­schickt oder müssten als Ein-Euro-Jobber an­treten, ob­wohl öf­fent­lich ge­för­derte Be­schäf­ti­gung in so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tiger Form kaum Mehr­kosten ver­ur­sache.

“Ein-Euro-Jobs müssen durch so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tige und ta­rif­lich ent­lohnte Be­schäf­ti­gung er­setzt werden”, for­derte Han­nack.

Ziel müsse es sein, den ein­zelnen Be­trof­fenen durch be­schäf­ti­gungs­schaf­fende und -be­glei­tende Maß­nahmen sowie Qua­li­fi­zie­rungen Per­spek­tiven für einen Wie­der­ein­stieg in den Ar­beits­markt zu er­öffnen. Mit der Schaf­fung neuer Mit­nah­me­ef­fekte zu­gunsten von Ar­beit­ge­bern, die sich auf Kosten der Be­trof­fenen und der So­zi­al­kassen sa­nieren wollten, könne das Pro­blem der Lang­zeit­ar­beits­lo­sig­keit je­den­falls nicht ge­löst werden. Hier seien auch von der SPD neue Ideen statt “alter Hüte” ge­fragt”, sagte Han­nack.

 

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 09. März 2010 um 08:46 Uhr
 

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