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Sozialamt kappt Zahlungen für Haushaltshilfe |
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Geschrieben von: Hans-Jürgen Graf
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Samstag, den 19. September 2009 um 22:20 Uhr |
Seit 2007 erhalte ich, aufgrund meiner Erkrankungen und Behinderungen (GdB 80, MZ G), eine Haushaltshilfe. Diese musste ich mir vor dem Sozialgericht erzwingen. Die damals zuständige ARGE hier in Nürnberg verweigerte eine Übernahme und so beantragte ich diese beim Sozialamt. Dieses lehnte, trotz positiver Stellungnahme des ASD (ambulanter Betreuungsdienst der Sozialämter), zuerst mit der Begründung ab, dass die ARGE zuständig wäre. Jedoch gab es zu dieser Zeit bereits eine Entscheidung des Sozialgerichts, dass einem Bezieher von ALG II mit Behinderung, Leistungen nach dem SGB XII zustehen können. Als ich diese Entscheidung mit ins Spiel vor dem SG brachte, lenkte das Sozialamt ein und genehmigte vorerst die Haushaltshilfe.
In der Zwischenzeit wurden die Aufgaben des damaligen ASD an eine interne Stelle des Sozialamtes übertragen, die von „Fachleuten“ ausgefüllt wird und die Aufgabe hatte diese Antragsteller von Haushaltshilfen zu begutachten bzw. zu besuchen und die Notwendigkeit festzustellen. Auch ich bekam einen Besuch von einem Ergotherapeuten, jedenfalls stand dies so auf seiner Visitenkarte, der mich bereits an der Tür mit den Worten begrüßte „na, wenn Sie die Tür aufmachen können, dann können sie auch ihre Wohnung selber putzen“. Ich bat diesen freundlichen Herrn dann in mein Zimmer und hörte mir seinen akut einsetzenden Vortrag über meine angeblich noch vorhandenen Möglichkeiten und die „Unannehmlichkeit“ meines Antrags für das Sozialamt an.
Er geizte nicht mit Anfeindungen und Unverschämtheiten. Nachdem er ein Ende gefunden hatte, fragte ich ihn noch einmal nach seiner Qualifikation und er bestätigte mir die eines Ergotherapeuten. Weiter fragte ich, ob er denn mit meinen Erkrankungen und meiner Akte im Ganzen vertraut sei, was er bejahte. Auf meine Frage, welche Berufe ich denn ausgeübt habe, hatte er jedoch keine Antwort. Nun klärte ich ihn darüber auf, dass er wenn er keine andere Ebene des Gesprächs findet als diese, mich anzupöbeln, er sofort meine Wohnung zu verlassen habe und für ihn gerichtliche Schritte unausweichlich werden.
Weiter riet ich ihm, wieder in sein Büro zu gehen und seine Fachbücher aufzuschlagen, dort die Krankheiten nachzulesen die bei mir vorliegen und wenn er dies getan hat, dann kann ich mich mit ihm auf gleicher Ebene sachlich auseinander setzen. Ansonsten verbitte ich mir solchen Unsinn, den er mir hier auf die Nase binden möchte. Denn schließlich habe ich 20 Jahre Berufserfahrung in der Pflege hinter mir und davon auch einige Jahre mit psychisch, psychosomatisch und neurologisch Erkrankten. Zum Abschluss meines Vortrages bot ich ihm an, wenn er zum sachlichen Gespräch bereit ist, könne er bleiben. Wenn er jedoch wieder auf die unsachliche Ebene der Vorhaltungen und Unterstellungen abgleitet, dann muss ich von meinem Hausrecht Gebrauch machen und werde ihn, sollte er sich weigern zu gehen, auch von der Polizei entfernen lassen. Nun, darauf hatte ich einen sehr ruhigen und durchaus sachlichen Gast in meiner Wohnung.
Nun sind mittlerweile etwa zwei Jahre vergangen, in denen das Sozialamt mit Nachprüfung bisher die Haushaltshilfe zwar zahlte, sie jedoch von anfangs 2,5 Stunden auf nun 1,5 Stunden pro Woche kürzte. Heute informierte mich der Dienst, der diese Haushaltshilfe ausführt, dass das Sozialamt die Zahlung eingestellt habe. Da ich weder ein Schreiben noch einen Bescheid erhalten habe, kann ich nur raten um welche Gründe es sich handeln könnte. Sehr naheliegend erscheint mir, da ich ja Bevollmächtigter in der Sache des Thomas M. Müller bin, über den in den Nürnberger Nachrichten bereits mehrfach berichtet wurde, und ihn damit unterstütze, dass möglicherweise hierüber Druck auf mich ausgeübt werden soll damit ich die Hilfe für diesen Mann einstelle?
Natürlich können es auch andere Gründe sein. Nur mich informierte bisher niemand darüber. Nun stehe ich, und ich weiß nicht wie lange oder ob vielleicht für immer, ohne Haushaltshilfe da. Ich bin gehbehindert und darf nicht mehr belastet werden. Doch das scheint hier niemanden zu interessieren.
Spätestens wenn mir der Dreck bis zum Hals steht, werde ich dann schon mal mein Testament machen. Denn, wächst er weiter, dann werde ich dran ersticken.
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Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 19. September 2009 um 22:35 Uhr |
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